Schockbilder zeigen Wirkung

schockbild 1Seit Ende Mai müssen Zigarettenfirmen Schockbilder auf ihre Zigarettenpackungen drucken. Die Bilder von kranken Lungen oder Krebspatienten zeigen recht unterschiedliche Auswirkungen. Manche Ruacher werdn nachdenklich. Andere blenden die Bilder einfach aus.

ORF Salzburg berichtet:

Man muss schon ganz genau schauen, um die Schockfotos auf den ersten Blick zu erkennen.

Die Kunden schimpfen schon sehr. Viele sagen, dass sie deshalb aufhören. Viele ignorieren sie oder nutzen Zigarettenetuis. Etuis verkaufen sich besser als je zuvor.

Manche Bilder sind schon verstört. Manche sind für mich ziemlich sinnlos. „Wird sind am überlegen, ob wir deshalb aufhören“.

Jeder Dritte, der sich an das Rauchertelefon wendet, schafft die Entwöhnung.

Laut ORF.at zeigen die neuen Zigarettenpackungen in Österreich schon Wirkung. Neben den Schockbildern wird dort nämlich auch die Nummer des Rauchfrei-Telefons abgedruckt:

„Seit Mitte Mai ist auf Zigarettenpackungen neben den Schock-Bildern die Nummer des Rauchfrei-Telefons abgedruckt, wodurch sich die Anzahl der Anrufer mehr als verzehnfachte“

Andrea Hirschenberger, Generaldirektorin der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse:

„Wir haben beim Rauchfrei-Telefon 3.900 Anrufe allein im Juli 2016 zu verzeichnen – das sind mehr als im ganzen Jahr 2015. Diese Kombination aus Schock-Bildern, Text und Information – nämlich: Wohin kann ich mich wenden? – zeigt, dass die Menschen dementsprechend agieren und anrufen.“

 

Das Rauchfrei-Telefon erreicht man unter der kostenfreien Nummer 0800 810 013.

Schockbilder  aktuell noch umstritten

Wie sich die Schockbilder auswirken, kann man aktuell noch nicht sagen. Die EU erhofft sich dadurch, Jugendliche mehr vom Rauch abzuschrecken.

Andrea Hirschenberger wünscht sich die Altergrenze beim Rauchen von 16 auf 18 erhöht … und noch mehr:

 „Zigaretten sind eines der wenigen Güter, die man 24 Stunden, 365 Tage im Jahr immer zumindest über die Zigarettenautomaten erhalten kann. Auch diese ständige Verfügbarkeit müsste man einschränken, um hier tabakpräventiv vorzugehen.“

Wen die Schockbilder stören, der kann natürlich auf stylische Zigarettenetuis wechseln.

Auch in Deutschland zeigen die Schockbilder Wirkung

Laut Spiegel.de wirken gerade bei Kindern und Jugendlichen die Bilder schon sehr abschreckend. Verdeckaktionen der Tabakbranche zeigen klar, dass der Industrie die Warnhinweise gar nicht schmecken.